Dorf-News

Klatsch und Tratsch von der Gartenbank, aus dem Küchenfenster und vom Biertisch.


13. Dezember: Der Glockensturz zu Boblas

Nein, es war kein Freitag. Es geschah an einem Dienstag Punkt 14 Uhr.

Die Glocke der Boblaser Turmuhr rief mit zwei wohltönenden Schlägen die Boblaser Rentner aus dem Mittagsschlaf, bevor sie sich selbst mit Getöse zur Ruhe begab.

Beim zweiten Schlag löste sie sich aus ihrer Halterung. Sie nutzte den vorhandenen Schwung und stürzte sich aus dem Schallloch im Dach des Kirchturmes.

Auf ihrem gut 25 Meter langen Weg nach unten richtete die Glocke keine nennenswerten Schäden an.

Zum Glück schlug sie auch nicht auf ein Grab auf, sondern bohrte sich mit Schmackes in den weichen Rasen.  Keiner wurde erschlagen, und auch die Glocke selbst blieb unbeschädigt. Es hätte schlimmer kommen können.

Mittlerweile ist die Glocke wieder sicher an ihrem angestammten Platz verankert und hat ihre Arbeit wieder aufgenommen.


15. Oktober: Erntedank- Gottesdienst in Boblas

Am Sonntag feierte die Kirchgemeinde Boblas das Ernte-Dank-Fest mit einem Gottesdienst.

Am Tag zuvor zogen Boblaser Kinder mit dem Handwagen von Hof zu Hof und Haus zu Haus, um Erntegaben zu erbitten.

Diese Gaben dienten nicht nur zum Schmücken der Kirche.

Nach dem Gottesdienst wurden sie der Nachsorgeeinrichtung für Suchtkranke  "Holzmühle" in Kämmeritz übergeben.


Das war die Jubiläumsfeier der Feuerwehren von Neidschütz und Boblas. Erste Impressionen:

13. August 2016Boblaser Turmuhr elektrifiziert

Viele Jahrzehnte stieg täglich ein Boblaser auf den Kirchturm, um die schweren Uhrgewichte hochzukurbeln. Generationen haben sich in dieser Aufgabe abgelöst. Nachdem Alfred Bauer es körperlich nicht mehr konnte, hat Werner Lenz dieses ehenvolle Amt übernommen und viele Jahre zuverlässig ausgefüllt.

 

René Möller und Armin Friedel haben eine Möglichkeit ersonnen und umgesetzt, dass die Uhr automatisch jeden Tag aufgezogen wird. Jahrelang haben sie getüftelt, konzipiert, ausprobiert, verworfen, neu gebaut, getestet und letztendlich für ausgereift erklärt.

Seit einigen Tagen wird das historische Uhrwerk automatisch aufgezogen.

An dieser Stelle deshalb Dank und Anerkennung an René Möller und Armin Friedel, an Werner Lenz und seine Vorgänger!

 Die Automatisierung hat natürlich auch Material gekostet. Die Erbauer haben das bisher aus eigener Tasche finanziert.

 Auch zukünftig wird die Wartung der Anlage einiges an Geld kosten. Spenden für den Erhalt der Boblaser Uhr und der Nebenanlagen werden gern entgegengenommen.


21. Mai 2016: Der ehemalige Gutspark in Boblas gehört jetzt der Gemeinde

Auf Bitten des Ortschaftsrates hin hat die Stadt Naumburg das Gelände des ehemaligen Gutsparkes gekauft. Damit ist sichergestellt, dass diese Fläche auch in Zukunft öffentlich zugänglich bleibt und z.B. die Benutzer des  Mühlenwanderweges weiterhin den Weg durch den Park nutzen können.

Allerdings hat die Stadtverwaltung darauf hingewiesen, dass für die Pflege und den Unterhalt keine zusätzlichen Ressourcen bereitgestellt werden können. Wir meinen, dass sich die Bürger auch ehrenamtlich ein gutes Stück weit um den Park kümmern können. In den vergangenen Monaten und Jahren war das ja auch schon so: Hier wurden von Anwohnern Bäume gepflanzt und gelegentlich Wege gemäht.

Jetzt muss erst mal das Brennnesselmeer verschwinden. Dazu muss regelmäßig gemäht werden. Das haben schon einige Boblaser übernommen - die sich natürlich über Mithilfe freuen.

Viele Hände - schnelles Ende.

Im weiteren Verlauf soll ein Konzept erstellt werden, wie der Park mal aussehen und wer wie die Umgestaltung vornehmen könnte.

Sicher wird uns dabei der Bauhof die eine odere andere Unterstützung geben können.

Auch das Beantragen von Fördergeldern wird diskutiert und vorbereitet.

Leider sind Brennnesselflächen eben nicht nur Unkraut, sondern für viele Tiere auch ein hervorragend geeigneter Lebensraum und somit ein wertvolles Biotop.

Beim Mähen fand ich mitten in den Brennnesseln, kunstvoll zwischen die Stengel geflochten, das Nest einer Klappergrasmücke.

Ich habe sie dauerhaft verscheucht.

Schade.

12. März 2016:                                                            Frechheit: Mitten in Boblas Müll abgeladen

Heute um 10:25 Uhr hat ein weißer Kleintransporter einen Haufen Müllsäcke an der Boblaser Bushaltestelle hinterlassen.

Der Transporter hatte das Kennzeichen

 

IK-NR 63

 

Wer kennt dieses Fahrzeug, den Fahrer oder den Halter?

Hinweise bitte an Herrn Rüb, Stadtverwaltung Naumburg und an mich.


2. März: Ein spektakulärer Sonnenuntergang...

28. Februar: Neue Farbe im Jugendclub

Vor dem Club stehen eine Menge Mopeds. Aber heute findet nicht nur eine "ganz normale Party" statt. Ihre Besitzer und noch einige mehr sind im Inneren beschäftigt. Farbe ist gekauft, Werkzeug besorgt, jetzt wird gemalert.

Am Abend strahlen die Wände in frischem Weiß. Aber das ist erst der Anfang. Die Jugendlichen haben noch viele Pläne und viel zu tun.

Wir dürfen gespannt sein.


20. Februar: Der Jugendclub wird wieder fit gemacht

In der letzten Woche haben vier Jungs (zwei aus Boblas und zwei aus Naumburg) begonnen, dem Jugendclub ein neues Outfit zu verpassen und nach Absprache mit dem Ortschaftsrat auch baulich umzugestalten. Im Innenraum wurden einige installierte Möbel, die nicht mehr benötigt werden, abgebaut. Auch der Müll aus dem Innenraum und dem Eingangsbereich wurde entsorgt.

Jetzt soll neue Farbe an die Wände. Auch einige kleinere Repparaturen stehen an. Die Stadtverwaltung und der Ortschaftsrat haben Unterstützung  zugesagt und auch schon  mit angepackt.

Wollen wir hoffen, dass die Vier noch tatkräftige Unterstützung von weiteren Jugendlichen oder auch Eltern und Verwandten erhalten, so dass das Projekt gelingt und der Club in neuer Schönheit aufersteht und von den Jugendlichen aus Neidschütz und Boblas, aber auch aus anderen Naumburger Ortsteilen, wieder rege genutzt wird.

 

Foto: Eine Fuhre Müll, Bauschutt und Möbelreste wurde gestern zum Wertstoffhof gebracht.


Der Glöckner ist Casanova

Der Glöckner ist Casanova
 
anläßlich des Frauentages fährt am Sonntag dem 6. März ein Theaterbus zum Riverboat nach Leipzig.
Es gibt ein Casanova - Theaterstück über seine Bett und Tischgeschichten.
Kulinarische Köstlichkeiten am Nachmittag inclusive.
Die Hauptrolle spielt Holger Vandrich.
Wenn genügend Leute aus Neidschütz und Boblas mit wollen, fährt der Bus hier über die Dörfer, ansonsten 12:30 Uhr ab Vogelwiese. Bei Interesse bitte bei mir melden.
Matthias Friedrich

5. Boblaser Baumpflegekurs am Samstag, dem 27. Februar

Zum 5. Baumpflegekurs lädt der Verein Dorfleben Boblas e.V. herzlich ein:
Ein ausgebildeter Baumpfleger wird uns wieder anleiten zu ersten  Erziehungsmaßnahmen bei Jungbäumen, vorrangig Apfel und Birne. 
Außerdem werden wir die Entwicklungen aus den vergangenen Kursen gründlich beobachten und besprechen. Dies bildet die Grundlage für die Fortführung.  Auch das Verjüngen von Altbäumen wird demonstriert, jeweils nach der bewährten Methode von Oeschberg.
Ein kleiner kulinarischer Beitrag zur gemeinsamen Mittagspause ist willkommen und von Nicht-Vereinsmitgliedern wird eine Spende von 5,- Euro erbeten. Anmeldung erforderlich bei Gottfried Graupner : 034466 71289. Treffpunkt ist Sa., den 27. Februar um  9:30 Uhr in der Schafsgasse 3 in Boblas.   Gottfried Graupner

25.Januar: Wie benutzt man einen Handfeuerlöscher?

Die Feuerwehr - Jugend der Freiwilligen Feuerwehren Neidschütz, Boblas und Meyhen haben sich zum ersten Ausbildungstermin im Neuen Jahr getroffen. Jugendwartin Katy Nützmann hatte heute das richtige  Vorgehen beim Löschen mit Handfeuerlöscher auf dem Programm. Das dazu nötige theoretische Wissen wurde schon in anderen Ausbildungs-Veranstaltungen vermittelt. Heute war der Praxis-Test.

Unter fachkundiger Anleitung übten die Kinder und Jugendlichen, wie man Feuerlöscher mit ihrem begrenzten Vorrat an Löschmittel taktisch geschickt und effektiv einsetzt.

Die Jugendfeuerwehr trifft sich ca. alle drei Wochen zur Ausbildung oder zu gemeinsamen Unternehmungen. Jedes Mädchen und jeder Junge, der mindestens 10 Jahre alt ist, kann mitmachen.

Wer Interesse hat, meldet sich bitte bei Kameradin Nützmann. bei den Feuerwehren in unseren Orten oder bei mir.


Samstag ist Weihnachtsbaum-Verbrennen auf dem Schützenplatz in Boblas angesagt!

Alle sind herzlich eingeladen. Es gibt Leckereinen aus dem Topf, vom Grill und aus anderen Gefäßen.

(Nur so zur Erinnerung!)


Zum Thema Jugendclub

möchte ich mich kurz (und abschließend an dieser Stelle) äussern:

Es muss ein gemeinsamer Konsens zwischen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche den Club als ihr Refugium nutzen möchten und uns –dem Ortschaftsrat – sowie der Stadtverwaltung gefunden werden und dies ist nur möglich mittels persönlicher Gespräche zwischen den Beteiligten. Ich bin zuversichtlich, dass dies gelingt; gute Ansätze sind -dies betone ich ausdrücklich- seitens der Jugendlichen vorhanden.
Natürlich sind auch wir als Ortschaftsrat gefragt. Doch: das Thema Jugendclub ist nicht erst seit unserer Amtszeit präkär. In jeder Generation Jugend, welche den Club genutzt hat, gab es Probleme und Schwierigkeiten, mögen sich die Anwohner bitte erinnern. Das Thema ist damit schon immer aktuell und wird es auch künftig bleiben. Um so mehr bedarf es gegenseitiger Achtung und Verständnis für die Belange der jeweiligen anderen Seite, so dass im Endeffekt das, was alle Seiten erhalten möchten, nämlich einen funktionsfähigen, lebendigen Club, in dem sich unsere jetzige und künftige Jugend wohlfühlt und den sie als „ihren“ Bereich ansieht, erhalten bleibt bzw. neu geschaffen wird.

Ehrlich: Ich war erschrocken, als ich den Club so, wie er derzeit ausschaut, gesehen habe. Zugegeben, ich bin vor meiner Amtszeit nicht in diesem Club gewesen, gehe aber davon aus, dass der Zustand so, wie er derzeit herrscht, nicht schon immer existiert haben und den Jugendlichen doch auch nicht wirklich gefallen kann? Ist es nicht an der Zeit, aus diesem „Loch“ (wie ihn andere Posts hier bezeichnen) wieder einen vorzeigbaren Club zu machen, in dem man sich wohlfühlt, in dem man sich gern mit seinen Freunden trifft, quatscht, Musik hört, chillt, Party macht usw.? Seid ehrlich, euch gefällt das doch so auch nicht.
Deshalb: Unser Vorschlag, dass sich die Jugendlichen zunächst selbst zusammensetzen, um ihre Vorstellungen hinsichtlich Nutzung und Gestaltung des Clubs sowie hinsichtlich der Übernahme der Verantwortung für den Clubs zu formulieren, fand bei den Jugendlichen Zustimmung. Ich denke, ihr –liebe Clubnutzer- werdet uns in den nächsten zwei Wochen sicherlich eure Ideen/Anregungen, wie ihr euch künftig die Ausgestaltung und Nutzung eures Hauses vorstellt, unterbreiten, so dass wir dann gemeinsam (ich gehe davon aus, dass sicherlich auch die Eltern mithelfen werden) das Projekt „Club“ in Angriff nehmen können. Seitens der Stadtverwaltung könnten, so denn tatsächlich konstruktive realistische Vorschläge unterbreitet werden (Farbgestaltung, Lampen etc.) sicherlich entsprechende Mittel angefragt werden, aber auch Eigenregie ist natürlich gefragt, denn nur dann wird das, was geschaffen worden ist, auch geachtet.
Im Übrigen merke ich an, dass das Thema m.E. auch nicht an diesen Ort (Plauderecke, Dorf-News) gehört; jedweder weiterer Kommentar, sei es ein gut gemeinter Rat, eine dahingeworfene Beleidigung etc. heizt die Gemüter nur weiter auf; damit gelingt kein konstruktives Miteinander.

 

Bianca Börner, Ortsbürgermeisterin,  6.Januar 2016


                 Jugendclub?                                                        Oder doch eher Kindergarten?

29.Dezember 2015

Liebe Jugendliche,

 

seit vielen Monaten bemüht sich der Ortschaftsrat nun schon, Euch den Neidschützer Jugendclub zugänglich zu machen. Ich kann die vielen Gespräche, die ich mit Euch und anderen Beteiligten geführt habe, die vielen Fahrten nach Neidschütz, die vielen Beschwerden und Kümmernisse, die ich mir angehört habe, schon lange nicht mehr zählen.

Immer wieder wurden neu Abmachungen verhandelt,

immer wieder habe ich mich auf Versprechungen und Zusagen eingelassen und

immer wieder  gehofft, es läuft in Zukunft besser.

 

Enttäuschungen tun weh.

Aber sie sind auch wertvoll, weil sie die Augen öffnen...

 

Meine größte Täuschung: Ich dachte, ich rede mit Jugendlichen, die auf ihrem Weg, Erwachsene zu werden, das Gröbste schon geschafft haben. Immerhin: Sie fahren Moped, gehen nicht mehr um 22 Uhr ins Bettchen und sind auch in der Lage, umfangreiche Partys eigenständig zu organisieren.

Aber leider ist das alles nur Fassade.

Dahinter stecken - nicht körperlich, aber mental - kleine Kinder, die bemuttert werden wollen:

Gib mir! Gib mir noch mehr!

Aber verlange nicht, dass ich etwas dafür tue. Ich bin ja noch so klein und hilflos!

Fußboden saubermachen? Kann ich nicht! Aufräumen? Wie geht das?

 

Zum Erwachsensein gehört, dass man für sein Handeln Verantwortung übernimmt.

Zum Erwachsensein gehört auch, dass man nicht nur nimmt, sondern auch gibt.

 

Es gibt Jugendliche im Dorf, die diese Bezeichnung tatsächlich verdienen. Sie engagieren sich in der Jugendfeuerwehr oder in den Dorfvereinen. Selbst Kinder unterstützen das dörfliche Leben - ich denke da nur an das Krippenspiel vor vier Tagen in unseren Dorfkirchen, an den Herbst- und den Weihnachtsmarkt, das Drachenfest usw.

 

Jetzt mal Hand auf's Herz, liebe Möchtegern - Jugendliche:  Ihr habt es geschafft, innerhalb eines Jahres aus einem einigermaßen herzeigbaren Club ein Dreckloch zu machen, für den sich die Einwohner schämen. Wo bleibt Eure Verantwortung für den Club?

Einmal hat Euch einer einen PKW- Hänger hingestellt, damit Ihr Euren Müll aufladen könnt. Ja, Ihr habt den Sperrmüll draufgepackt, den Ihr vorher einfach in das Waage- Häuschen geschmissen hattet. Warum aber habt Ihr nicht auch den Müll aufgeladen, der im Club rumlag? Waren Euch die 50m bis zum Hänger zu weit? Hattet Ihr Angst, schmutzige Finger zu bekommen?

Ihr räumt ihn selber weg, habt ihr dann gesagt. Das war vor drei Wochen. Ich Esel hab Euch mal wieder geglaubt.

 

Noch ein paar Fragen, die Ihr Euch stellen lassen müsst, wenn Ihr - wenn schon nicht als Erwachsene, so doch als ernstzunehmende Jugendliche angesehen werden wollt:

Wer von Euch hat angeboten, mit nach Naumburg zu fahren, um den Sperrmüll abzuladen?

Wer von Euch hat "Danke" gesagt?

Wer von Euch hat gefragt, wieviel andere aus ihrer eigenen Tasche für die Entsorgung Eures Mülls bezahlt haben?

 

 

Tja liebe Kinder. Der Jugendclub ist nichts für Euch. Dafür seid Ihr noch zu klein.

Bleibt bei Mutti, lasst Euch putzen, wenn Ihr Euch bekleckert habt und kommt wieder, wenn Ihr etwas größer geworden seid.

Und sagt Euren Muttis, sie sollen auch im Club Euren Dreck wegräumen.

 

Einen guten Start in's Neue Jahr wünscht Euch

Matthias Friedrich                                                              Die Fotos sind heute, am 29.12. aufgenommen.

Der Ortschaftsrat Neidschütz-Boblas hat auf einer Sondersitzung am 29.12.2015 einstimmung die vorläufige Schließung des Jugendclubs Neidschütz beschlossen.


Die Heilige Familie zu Gast in Boblas und Neidschütz

Die Geschichte von Jesu Geburt haben uns die Kinder aus Neidschütz und Boblas erzählt.

Unter Katy Nützmanns Regie haben sie das Krippenspiel eingeübt und am Heilig-Abend  mit viel Hingabe in den Gottesdiensten in Boblas und Neidschütz aufgeführt.

Vielen Dank an euch Kinder - es war wundervoll!

Katy hat es in ihrer Dankesrede auf den Punkt gebracht: Danke an die Eltern dafür, dass in unseren Dörfern so viele wunderbare Kinder leben, die uns die Weihnachtsgeschichte auf so einzigartige Weise erleben lassen können.

Foto: Maurice Ihle


Müll und kein Ende!

Nachtrag: Der Müllberg auf dem Foto ist von der Stadt beräumt worden. Danke an Herrn Rüb und an den Bauhof!

Hier ein e-Mai-Wechsel ca. Mitte Dezember 2015 zwischen  Herrn Rüb, Sachgebietsleiter Ordnung und Straßenverkehr der Stadt Naumburg, und mir:

 

Sehr geehrter Herr Friedrich,

 

im Gemeinderat berichteten Sie von wilden Müllverkippungen und regen an, dass eine grundsätzliche Regelung getroffen werden muss, um das zu verhindern.

Wenn die Stadtverwaltung Kenntnis von Müllablagerungen im Außenbereich bekommt, wird der Müll auf Kosten der AWSAS entsorgt.

Bei Beratungen der Ordnungsämter des Kreises ist festzustellen, dass alle Kommunen diese Probleme haben.

Die einzige Chance das einzudämmen sind drastische Strafen und dies in der Presse zu kommunizieren.

Leider sind aber fast alle Verursacher unbekannt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Rüb

............................................................................

 

Sehr geehrter Herr Rüb,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Es ist mir bewusst, dass die Müllproblematik weder neu noch nur auf das Gebiet unserer Gemeinde beschränkt ist.

Ich habe seit August 2015 regelmäßig in Gemeinderatssitzungen und Sitzungen des Technischen Ausschusses auf konkrete Müllablagerungen hingewiesen und um Beseitigung gebeten. Ich muss feststellen, dass keine einzige dieser Müllablagerung bisher beräumt worden ist. Insofern kann ich Ihre Aussage - ich zitiere: "Wenn die Stadtverwaltung Kenntnis von Müllablagerungen im Außenbereich bekommt, wird der Müll auf Kosten der AWSAS entsorgt." nicht nachvollziehen.

Sehr geehrter Herr Rüb,
ich teile Ihre Meinung, dass das Verhängen und Kommunizieren von Strafen die einzige Möglichkeit sei, die Vermüllung einzudämmen, nicht.
Wie im Bereich um Boblas deutlich nachvollzogen werden kann, hat das ehrenamtliche regelmäßige Beräumen der Feldwege und Straßenränder durch Boblaser Einwohner und die Jägerschaft innerhalb von 4 Jahren zu einer deutlichen Verminderung der Müllablagerungen geführt. Während in den ersten Jahren noch etwa jährlich bis 10 Kubikmeter Müll entfernt werden mussten, sind es aktuell weniger als ein Viertel. Auch kann man sehr gut beobachten, dass eine wilde Müllablagerung relativ schnell weitere Ablagerungen nach sich zieht, während Abschnitte, die gesäubert wurden, auch  lange sauber bleiben.
Der Feldweg südlich des Funkturmes wurde im März d. J. von Mitgliedern des Umweltladens gründlich von Müll befreit. Damals wurden ca. zwei bis drei Kubikmeter Müll aufgelesen. Eine erste einzelne Ablagerung in diesem Bereich fand sich vier Monate später. Damals habe ich im Technischen Ausschuss darum gebeten, diese Ablagerung zeitnah zu entfernen, um die Hemmschwelle, dort Müll abzuladen, entsprechend hoch zu halten. Unter anderem handelte es sich dabei um ein Fernsehgerät.
Mittlerweile ist der Fernseher zerschlagen, die Bildröhre zerbrochen, der Müll auf eine größere Fläche verteilt, mit weiteren Gartenabfällen, Laub usw. bedeckt. Außerdem sind diverse Ablagerungen hinzugekommen, darunter auch zwei weitere Fernseher.

Ich mache der Stadtverwaltung ganz konkret den Vorfurf, trotz Wissens um die Ablagerungen nicht gehandelt zu haben und damit die Etablierung einer Wilden Müllkippe eingeleitet zu haben.

Die Müllablagerungen hätten zeitnah mit wenig Aufwand an Arbeitskraft abtransportiert werden können. Der Aufwand zum jetzigen Zeitpunkt ist ungleich höher, weil der Müll nicht nur angewachsen ist, sondern auch breit verteilt in der Landschaft liegt: Geräte sind zertrümmert, Plastiksäcke aufgerissen und der Inhalt verstreut usw.
Ich werfe der Stadtverwaltung vor,  durch ihr Nicht-Handeln die tatsächlichen Entsorgungskosten in die Höhe zu treiben statt so gering wie möglich zu halten.

Bitte bedenken Sie auch, dass das Ehrenamt eine wichtige Säule des gesellschaftlichen Lebens in unserer Kommune ist. Ich sehe im Nichthandeln der Stadtverwaltung eine grobe Missachtung des ehrenamtlichen Engagements Naumburger Bürger, die sich um die Sauberkeit und Ordnung im Stadtgebiet sorgen.

Auch die Fluren südlich der Kernstadt sind landschaftlich außerordentlich reizvoll und dienen in vielfältiger Form der Erholung. Regelmäßig sind hier Spaziergänger, Jogger und Radfahrer anzutreffen. Ich sehe im Nichthandeln der Stadtverwaltung nicht nur eine grobe Gefährdung, sondern eine Inkaufnahme der Zerstörung dieses hohen Wertes. Nicht zuletzt konterkariert diese Müll-Toleranz auch das Bemühen um die Anerkennung der Region als Weltkulturerbe.

Sehr geehrter Herr Rüb,
ich hoffe, dass die Entsorgung wilder Müllablagerungen in Zukunft nicht mehr auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden wird, sondern dass Stadt- und Kreisverwaltung pragmatische Wege finden, zeitnah für Sauberkeit zu sorgen.

Unter dem Link
https://dl.dropboxusercontent.com/u/91445447/2015_12_13%20M%C3%BCll.zip
finden Sie Fotos von aktuell vorhandenen Ablagerungen, darunter mehrere Motorölbehälter, Tierkadaver in Plastik-Säcken, Autoteile und weiterer Sondermüll. Die Koordinaten lauten  51° 7'16.60"N, 11°49'17.79"E bzw.   51° 7'39.26"N,  11°48'43.15"E. Gern bin ich bereit, Sie oder Ihre Mitarbeiter persönlich zu den Orten zu führen.
Desweiteren möchte ich Sie auf die die Facebook-Seite
Naumburg - Vandalismus in unserer Stadt (https://www.facebook.com/groups/1406012919640945/),
hinweisen, in der Bürger u.a. wilde Müllablagerungen dokumentieren.


Mit freundlichen Grüßen verbleibe ich
Ihr Matthias Friedrich, Stadtrat

 

 

 


Juni 2015: Einwohnerversammlung zum Thema Grünflächenpflege

In den vergangenen Wochen gab es in Neidschütz und Boblas Versammlungen, in denen der Vorschlag der Stadtverwaltungdiskutiert wurde, die Pflege ausgewählter städtischer Grünflächen in unseren Dörfern selbst zu übernehmen. Viele fanden die Idee gut, da sie die Flächen vor ihren Grundstücken sowieso seit Jahren pflegen, und so noch etwas Geld von der Stadt zu uns in die Dörfer käme und auch gewährleistet werden könnte, dass die Rabatten, Straßenränder und Rasenflächen weiterhin ordentlich aussehen.

Es gab aber auch kritische Stimmen und Bedenken. Insgesamt war aber eine starke Resonanz da, einige Bürger bekundeten sofort Interesse daran, bestimmte Flächen zu übernehmen. Der eine oder andere Pflegevertrag wird also sicher zustande kommen.

Unter dem Link "Ortschaftsrat findet sich eine Karte, wo zumindest für Boblas klar ersichtlich ist, um welche Flächen genau es sich handelt.


Obstbaumpflegekurs in Boblas

Das Kirschfest ist vorbei, die Kirschenernte fast beendet, Zeit für die
sommerlichen Pflegemaßnahmen an den Obstbäumen wie der so
landschaftsprägenden Kirsche, aber auch Mirabelle, Pfirsich, Aprikose. 

So läd bereits zum 3. Sommerkurs der Dorfverein Boblas e.V. ein:
Samstag, 15.August, 9.30 - ca. 15.30 Uhr.
Treffpunkt und Anmeldung bei Gottfried Graupner, Schafsgasse 3, 034466 71289. Von Nichtvereinsmitgliedern wird eine Spende von 5,- erbeten. Wir freuen uns für die gemeinsame Mittagspause über kleine kulinarische Beiträge. Neben der Begutachtung der Maßnahmen der vergangenen Jahre möchten wir möglichst auch neue Bäume in Pflege nehmen,uns im praktischen Tun üben. Es ist also willkommen, eigenes Werkzeug mitzubringen.
Wir freuen uns auf Euer Interesse.

4. Juli 2015: Sensenkurs in Boblas

Am vergangenen Samstag, 4. Juli, fand trotz sehr großem Wohlwollen der Sommersonne der 1. Boblaser Sensenkurs statt, allerdings in etwas verkürzter Ausführung von 9:00 - 12:00 Uhr.
Die Zeitung schaffte nur eine nicht allzu üppige Ankündigung - unter Termine stand : „ Boblas, Hand-Sensen-Kurs „ - weder Zeit noch Kontaktmöglichkeit, geschweige denn vorbereiteter Text….

Trotzdem fanden sich zu Torsten und mir noch 2 weitere „Nichtvereinsmitglieder“ ein.
Nach einer praktischen Einführung in das richtige Einstellen des Sensenblattes , das Dengeln sowie das Nachschärfen mit dem Stein ging es zur Vorführung sowie dem praktischen Üben des Bewegungsablaufes. Die Zeit war wie im Fluge vorbei und wir ließen`s noch beim eigens von des Referenten Frau gebackenen Kirschkuchen ausklingen. Die 10,- Kursspenden habe ich als Anerkennung dem Referenten weitergegeben, der übrigens auch interessiert wäre, mal bei einem Dorfvereinstreffen dazu zu kommen ( aus Feyburg ).
Alle waren wir uns einig, daß wir im nächsten Jahr wieder einen Kurs anbieten sollten, allerdings etwas früher im Jahr und etwas besser bekannt gemacht….

Soweit herzliche Sommergrüße aus der Schafgasse.
Gottfried

21. Mai 2015:  Es dreht sich wieder

Pünktlich zum Pfingstfest ist das Karussell auf den Boblaser Spielplatz zurückgekehrt. Die Sitzbretter und die hölzerne Bodenbretter wurden erneuert, die Metallteile neu gestrichen. Außerdem wurden neue Kugellager eingesetzt.

Somit dürfte das Karussell jetzt wieder viele Jahre ungetrübten Spielspaß bringen. Danke an die Männer vom Bauhof.


30. April 2015: Quasimodo läutet in Boblas

Quasimodo Boblaser Kirche Glockenstuhl Theater Naumburg
Foto: Werner Lenz

Der Glöckner von Notre Dame,

produziert vom Theater Naumburg,

wird am 6. Juni im  Marientor seine Premierenaufführung haben. Die Werbeaufnahmen zum Stück sind heute im Glockenstuhl der Boblaser Kirche entstanden. Holger Vandrich, der die Titelrolle übernommen hat, erprobt sich schon mal am Glockenseil, um sich ein realistisches Gefühl für seine Rolle zu erarbeiten.

Foto: Werner Lenz


18. April 2015: Bushaltestelle bietet wieder Schutz

Neidschütz Bushaltestelle Wartehäuschen
Foto: M. Friedrich

Endlich schützt das Häuschen der Neidschützer Bushaltestelle wieder vor den Unbilden der Witterung. Die seit Ewigkeiten fehlende Scheibe ist wieder eingesetzt worden.Der nasskalte Winterwind weht zwar nicht mehr, aber das Glas filtert auch schädliche UV-Strahlung und schützt so die Wartegemeinschaft vor Sonnenbränden.

Bleibt zu hoffen, dass diesmal die Scheiben länger halten als bisher und im kommenden Winter ihren wahren Wert beweisen können.

18. April: Frühlingswanderung des Dorfleben Boblas e.V.

Dorfleben Boblas Frühlingswanderung
Foto: M. Friedrich

Die Frühlingswanderung des Dorfleben Boblas e.V.

führte in diesem Jahr von Neidschütz nach Prießnitz und zurück. Ich glaube, es gab keinen Teilnehmer, der an diesem Event nicht auf seine Kosten kam und viel Spaß hatte.

Klickt Euch durch auf die Seite vom Verein, dort gibt es eine Foto-Show von diesem Tag.


Sumpfdotterblume Wappen Boblas
Foto: M. Friedrich

17. April 2015 Die Boblaser Wappen-Pflanze,

 die Sumpfdotterblume, blüht nur wenige Tage im Jahr. Das bevorstehende Wochenende könnten Sie nutzen, um die rare Kostbarkeit auf den bachnahen Frühlingswiesen zu finden, zu genießen und zu würdigen.

Wenn Sie Glück haben, können Sie auch das Gewusel der ersten frisch aus dem Laich geschlüpften Kaulquappen von Erdkröte oder Teichfrosch bestaunen. Im Foto sehen Sie den Laich des Teichfrosches als flächigen Klumpen auf dem Wasser schwimmen. Den Laich der Erdkröte hingegen erkennt man an seiner Schnur-Form.


Park Boblas
Foto: M. Friedrich

12. April 2015

Ein Dankeschön an den Bauhof Naumburg für den neuen Weg durch den Boblaser Park!


11.April 2015: Ausbildungstag der Feuerwehren

Feuerwehr Boblas Übung Ausbildung
Foto: M. Friedrich

Die Kameraden aus Neidschütz, Boblas, Meyhen und Prießnitz trafen sich heute zum gemeinsamen Ausbildungstag. Zentrales Thema war der Löschangriff.

Der wurde nicht nur theoretisch abgehandelt. An mehreren Stationen wurde der Umgang mit neuer Technik wie Hohlstrahlrohr und Schwimmsauger trainiert. An der altgedienten TS8-Spritze waren die erfahrenen Maschinisten mit ihren Tricks und Kniffen gefragt

Aber auch Feuerwehr- Basics wie Leinenverbindungen, im Jargon auch Knoten genannt, wurden geübt. Hier konnten meistens die Alten von den Jungen lernen.

Auf der Seite der FFW Boblas findet Ihr eine Foto-Show.


7. März 2015: Dritter Boblaser Baumpflegekurs

Bäume verschneiden Obstbäume Lehrgang Kurs
Foto: M. Friedrich
Bei herrlichem Sonnenschein fanden sich am 7. März 17 Teilnehmer zum 3.Boblaser Baumpflegekurs ein. 
Bei dem ersten Frühjahrskurs dieser Art, zu dem der Verein Dorfleben Boblas e.V. eingeladen hatte, ging es vor allem um die Erziehungsmaßnahmen bei Jungbäumen.


Die beiden vorangegangenen Kurse jeweils im August,also nach der Ernte, hatten den Schwerpunkt bei den so genannten Saftverschiebungsbäumen wie Aprikose, Mirabelle und der so landschaftsprägenden Kirsche.
Werden diese im Frühjahr geschnitten, wie es leider bei den Straßenbäumen häufig zu beobachten ist, können sie wegen des starken Saftflusses die Schnittstelle schwer oder gar nicht schließen. Gerade beim Entfernen älterer, dickerer Äste entstandene Wunden machen dem Baum dann stark zu schaffen, mindern die Vitalität, machen ihn anfällig für Pilze, verkürzen unnötig und unsinnig seine Lebenszeit.


Aufgrund des Interesses an den Pflegemaßnahmen des ganzen Jahreszyklus und durch die Bereitschaft des referierenden Baumpflegers Jörg Dörre kam es zu dem Frühjahrskurs. Diesmal mit der bisher größten Teilnehmerzahl und dem größten Einzugsgebiet. Nicht nur aus den Nachbardörfern und Naumburg, sondern sogar aus Freyburg und Frankenroda kamen interessierte Menschen.


Nach kurzer Einführung zu geeigneten und tauglichen Werkzeugen ging es gleich zum praktischen Teil, den ersten zwei Jungbäumen, Apfel und Birne. Von diesem Standort konnten wir auch die bereits gepflegten Kirschbäume aus der Ferne betrachten, die Unterschiede zu den bisher ungepflegten sind deutlich zu erkennen.


Weiter ging es zu zwei jungen Kirschbäumen, die bereits bei den vergangenen Kursen der letzten zwei Jahre in Pflege genommen wurden. Möglichkeiten der Leitastausbildung wurden erklärt, ebenso dass zu dieser Zeit höchstens in zweijähriges Holz geschnitten werden sollte und gegebenenfalls die Maßnahmen der nächsten 2 bis 5 Jahren bereits angelegt, vorausgedacht werden. Überhaupt gehört es zur Kulturleistung der Baum- und Landschaftspflege in Zeiträumen von Jahren, ja bisweilen Generationen denken lernen zu müssen.


Nach kleiner Pause bei Kirschstieltee, einem fast vergessenen Hausmittel gegen Husten, und Kuchenimbiss ging es zur nächsten jungen Kirsche- einem Erstschnitt, sowie zu einem stark verwilderten alten Apfelbaum. Bei diesem konnte neben den Folgen falsch durchgeführter Schnittmaßnahmen sehr stark erlebt werden, wie durch behutsames , aber dennoch gezieltes Auslichten wieder eine deutliche Obstbaumgestalt herausgearbeitet werden kann, welcher nun hoffentlich den Nutzern viel Freude und große, gesunde Früchte schenken wird.


Ein junger Birnbaum und kleine Nacharbeiten bei einem bereits zweimal bearbeiteten kleinen Kirschbaum rundeten den Nachmittagsteil des Kurses ab, ehe einige Teilnehmer noch über weitere Themenfelder der Landschaftspflege in anregenden Austausch kamen.


Die Danksagungen und das Interesse der Teilnehmer sowie die Bereitschaft des Referenten ermöglichen bereits jetzt den nächsten Kurs im Kalender  vorzumerken:  Samstag, 15. August 9:30 Uhr .
Herzlichen Dank allen Mitwirkenden!                                        
                                                                                                        Gottfried Graupner